Herzlich willkommen beim Bundesverband APHASIE ! 

"Mir fehlen die Worte."

Wer das sagt, hat sie schon wieder gefunden. Doch bei einer Aphasie verabschiedet sich oft der ganze Wortschatz. Ihn wieder zu bergen ist mühsam. Viele Menschen, die mit einer Aphasie leben, haben Jahre gebraucht, um die Sprache zurückzuerobern.

In etwa 85 % der Fälle verursacht ein Schlaganfall die Aphasie.

Aphasie ist eine erworbene zentrale Sprachstörung. Wie bereits der Name Aphasie sagt, bedeutet die Krankheit, den Verlust der Sprache. Das bedeutet, Betroffene sind nicht mehr in der Lage, gut zu sprechen, Sprache zu verstehen, zu lesen oder zu schreiben. Oft ist dieses mit Wortfindungs-schwierigkeiten  verbunden. Zudem fällt es den betroffenen Menschen schwer, den Zusammenhang von Sätzen und Texten zu erkennen. Persönliche Erfahrungen oder das sogenannte Altgedächtnis bleiben dagegen erhalten. Der Sprachverlust tritt in der Regel nach einer Schädigung der linken Großhirnhälfte und insbesondere der Hirnrinde auf.

  

Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.
- Bundesverband Aphasie - 

Geschäftsstelle - Information und Beratung
Klosterstraße 14
97084 Würzburg

                Telefon  0931 / 250 130 30    und      Fax 0931 / 250 130 39      eMail: info@aphasiker.de

  

 

 

Unser aktueller F I L M

"ICH BIN GEFRAGT - Junge Menschen mit Aphasie"

An vier Beispielen zeigt der Film, mit welchen Problemen junge Menschen mit Aphasie kämpfen, welche besonderen Bedürfnisse sie haben, welche Angebote und Möglichkeiten ihnen offenstehen und was sie selbst tun können, um aktiv und selbstbewusst ihr Leben zu gestalten.

Sprechen, kommunizieren, sich ausdrücken, wenn das plötzlich nicht mehr geht, wenn die Sprache einfach so wegbleibt und die nahezu unbegreifliche Diagnose "Aphasie" das Leben von da an bestimmt, ist das für junge Menschen eine besonders traumatische Erfahrung. Der vorgesehene Lebensweg mit Schule, Ausbildung, Studium und Beruf scheint auf einmal versperrt.
 


Ich bin gefragt from Michael Bernstein on Vimeo.

 

Bitte um Mithilfe

Drei Logopädie- Studentinnen an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen schreiben momentan im Auftrag von Herrn Grötzbach ihre Bachelorarbeit

Sie benötigen dringend insgesamt ca. 50 anonymisierte Entlassungsberichte, um den Aufbau und Umfang zu analysieren.

Sie können helfen, wenn:

Sie eine Aphasie nach einem Schlaganfall erlitten haben.

Sie eine logopädische Behandlung in einer stationären Reha-Klinik (Phase D) erhalten haben.

Die Behandlung von der deutschen Rentenversicherung finanziert wurde.

Wenn diese drei  Punkte auf Sie zutreffen, freuen sich die Logopädie-Studentinnen über Ihre Mithilfe. 

So könnnen Sie unterstützen:

Indem Sie Ihren anonymisierten Entlassungsbericht zur Verfügung stellen.

Bei Interesse und für weitere Informationen melden Sie sich gerne per E-Mail unter forschung.aphasietherapie@web.de

Selbstverständlich erhalten alle Teilnehmer nach Abschluss der Bachelorarbeit die Forschungsergebnisse in Form eines Artikels.

 

 

 

FCET2EC - Weltweit einmalige Studie

Nach dem Schlaganfall die Worte wiederfinden: Weltweit einmalige Studie belegt Wirksamkeit intensiver Sprachtherapie bei chronischer Aphasie

Mit „Sprachlosigkeit“ lässt sich die Erkrankung „Aphasie“ aus dem Griechischen übersetzen. Den Betroffenen fehlen buchstäblich die Worte – und das dauerhaft. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Sprachforschern der Universität Münster hat nun eine Studie zur Wirksamkeit von intensiver Sprachtherapie bei Patienten durchgeführt, bei denen die Aphasie von einem Schlaganfall herrührt, der bereits sechs Monate oder länger zurücklag.

Das Besondere: Weltweit ist dies die erste Studie in dieser Patientengruppe mit chronischer Aphasie, die unter regulären klinischen Bedingungen an verschiedenen Zentren stattfand und eine nicht behandelte Kontrollgruppe einschloss. Und: Die Erkenntnisse, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Lancet“, belegen, was Sprachtherapeuten und Rehabilitationsmediziner aufgrund klinischer Erfahrungen eigentlich schon wussten, wofür bisher allerdings ausreichende wissenschaftliche Belege fehlten. In dieser nun nachgewiesenen Evidenz liegt die große Bedeutung des Projektes.

Die Mitarbeiter der FCET2EC-Studienzentrale in Münster während der aktiven Projektphase, darunter auch Priv.-Doz. Dr. Caterina Breitenstein (2.v.l.; Foto: FZ)